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104 Jahre Endspurt 09 - von der Gründung bis heute


Der RK Endspurt 09 wurde im November 1909 gegründet. Zu dieser Zeit existierten bereits 8 Radfahrvereine. Der sportliche Aufstieg erfolgte 1911, als der Verein dem Grau 22 des Bundes Deutscher Radfahrer beitrat. Er entwickelte sich schnell zum führenden Verein in der Lausitz, wurde bis 1914 bereits 3x Gaumeister im 100-km Mannschaftsfahren und hatte in Hermann Smiel den erfolgreichsten Fahrer.
Er belegte 1912 nicht nur den 4. Platz bei der Langstreckenfahrt Wien-Berlin über 550 km, sondern war auch der erste Cottbuser Olympiateilnehmer 1912 in Stockholm. Bei "Rund um den Mälarsee" wurde er drittbester und trug somit entscheidend zum deutschen Mannschaftssieg bei.

Deutsche Renngemeinschaft

 

 

 

 

 

Die deutsche Renngemeinschaft für die Olympische Fahrt
"Rund um den Mälarsee"

 

 

 

 

 

 

 

 

1925 übernahm Alfred Rasch den Vorsitz des Vereins. Neben Smiel waren vor allem Richard Bröske, Wilhelm Nowka, Koal und Selleng auf den vorderen Plätzen in den Siegerlisten zu finden.

Nach "Rund um Forst" kam 1923 mit "Cottbus-Görlitz-Cottbus" eine weitere Fernfahrt in der Lausitz hinzu. Mit diesem Rennen begann der Aufstieg von Franz Benack. Die Gaumeisterschaften im Einerstrassenfahren gewann er 4 mal, war Stammfahrer in der Endspurt-Meisterschaft und auch auf der Bahn erfolgreich.

1926 übernahm Felix Kupper den Vereinsvorsitz und 1928 hatte der Verein schon über 100 Mitglieder. Junge Fahrer, wie Woschech, Emil Tarz, Friedrich Schroschk und Adolf Gubatz verstärkten die Mannschaft.

1927 war Adolf Gubatz noch 9. in der C-Klasse bei "Cottbus-Görlitz-Cottbus". In den folgenden Jahren belegte er bei diesen Rennen den 7. und ein Jahr später den 4. Platz. 1929 war das erfolgreichste Jahr von Gubatz. Er gewann die Gaumeisterschaft über 100 km und belegte bei der Deutschen Meisterschaft gemeinsam mit Twarz, Schroschk, Brand, Woschech und Zuchel den 5. Platz. Sein größter Erfolg war jedoch der 11. Platz bei der Deutschen Straßenmeisterschaft der Amateure über 245 km bei "Rund um Berlin".

Den größten Erfolg verbuchte der RK Endspurt in seiner Domäne, dem 100-km Mannschaftsfahren 1932 in Nürnberg. Die Endspurtler Benack, Gubatz, Schön, Woschech, Bittner und Dommaschk belegten einen sensationellen 3. Platz vor dem RC Schwalbe Nürnberg und RC Schweinfurt 92.

 

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Vereinsmanschaft Endspurt Cottbus / Rad-Meisterschaften in Nürnberg

 

 

 

 

 

1930 wurde Reinhold Krüger Vorsitzender des Vereins. 1932 übernahm Richard Lieske die Geschäftsführung und es rollte die Straßenfernfahrt des RK Endspurt 09 zum vorerst letzten Mal auf der Strecke "Cottbus-Görlitz-Cottbus". Ab 1933 führte die neue Strecke über den Dreieckskurs Cottbus-Spremberg-Drebkau Cottbus. 1934 feierte der Verein sein 25-jähriges Jubiläum.

Neuer Vereinsvorsitzender ab 1935 war Richard Bröske, der die Funktion bis zum Kriegsende inne hatte. Von den erfolgreichen Endspurtfahrern sind noch besonders Adolf Schön, Willi Sieron - Sieger "Rund um Cottbus" 1937 und Willi Scrok - Sieger "Rund um Forst" 1936 C-Klasse zu erwähnen. 1938 wurde Schonnop als 18-jähriger überraschender Meister der Westlausitz.

Auch in den Jahren des 2. Weltkrieges versuchte man den Sportbetrieb aufrecht zu erhalten und so rollte 1941, mitten in den Kriegswirren das vorerst letzte Cottbuser Dreiecksrennen. 1945 wurden die bürgerlichen Vereine auf Grund des Alliierten Kontrollratsgesetz aufgelöst und somit endete erst einmal die Existenz des RK Endspurt 09 Cottbus.
Doch schon 1946 fanden sich die alten Endspurtler zur Widergründung der Sektion Radsport in der BSG Fortschritt Cottbus zusammen. Willi Vater und Hermann Fürstenberg waren die Initiatoren. Schon bald wurden auf dem Fichtesportplatz in Ströbitz die ersten Rennen gefahren.

Doch der Rennsportbetrieb kam bald zum Erliegen, da die Mehrzahl der Aktiven zur BSG Lok Cottbus wechselte. Grund waren hauptsächlich die besseren Reisemöglichkeiten zu den Wettkämpfen, da es durch die Reichsbahn Freifahrtscheine gab.


Die Widergründung des RK Endspurt 1909 Cottbus e.V. durch Eberhard Pöschke klappte erst beim dritten Anlauf im Jahr 1996. Der erste Versuch scheiterte, weil die bei Lok Cottbus verbliebenen Radsportler sich dem SC Cottbus anschlossen bzw. sich ganz vom Radsport trennten. Als sich 1993 die Sektion Radsport aus dem SC Cottbus herauslöste, entschied sich der Vorstand nicht für den alten Namen Endspurt 09, sondern für den RSC Cottbus.

 

Neugründung des RK Endspurt 1909 Cottbus e.V.


Am 08. August 1996 erfolgte die Wiedergründung des RK Endspurt 1909 Cottbus e.V.
Vereinsvorsitzende seit dieser Zeit waren:

  • 1996 - 2000   Herr Andreas Selleng
  • 2000 - 2001   Herr Eberhard Pöschke
  • 2002             Frau Carola Belka
  • 2003 - 2011   Herr Ralf Gründer
  • 2012 - 01/2014 Herr Jens Fichte
  • anschließend & aktuell Herr Bernd Mildner